Wertschätzende Kontakte knüpfen

Wäre es nicht schön, wenn die meisten haupt- und ehrenamtlich Engagierten eines Ortes wissen, wie andere Gruppen vor Ort ticken und für wen welche Angebote im Ort taugen oder wie die Bezugspersonen in verschiedenen Bereichen gestrickt sind?

Dann könnten Gespräche dieser Art stattfinden:
“Ach, du interessierst dich [dafür]? Dann findest du vielleicht [dieses Angebot] spannend. Mein:e Kolleg:in […] würde sich über dich freuen. Sie treffen sich immer [Zeit] in der [Ort]. Ich gebe dir gerne den Kontakt, wenn du magst … Probier’ das doch mal aus!”
… oder …
“Du fühlst dich [in deiner Rolle] hier nicht mehr wohl, oder? Was beschäftigt dich? Suchst du einen neuen Rahmen? Vielleicht ist ja [… die Jugendkirche, Studierendengemeinde, das Taizégebet …] etwas für dich. Ich erkläre dir mal, was [die] [dort] so machen …”

Du verstehst schon: Wir brauchen kein “In unserer Gemeinde bist du aber am besten aufgehoben”, sondern ein Ernst-Nehmen von Bedürfnissen der:des Einzelnen. Dafür brauchen wir eine Anerkennung der Vielfalt in der Kirche wertschätzendes Voneinander-Wissen der Engagierten vor Ort. Fangen wir an, solche Beziehungen aufzubauen! (CK)

Willkommen Abend

Einen Abend zu dem, einmal im Jahr die neu zugezogenen Gemeindemitglieder eingeladen sind, ist aufwendig, kann aber Orientierung bieten.

Dabei kann es durchaus sein, dass nach 100 geschriebene Einladungen nur 10 oder weniger Leute kommen. Aber Kopf hoch: Jeder der da ist hat Interesse, kann die Gemeinde bereichern, und bringt irgendwann neue Leute mit.

Darüber hinaus kann man mit zusätzlicher Werbung versuchen Menschen zu erreichen, die keine Gemeindemitglieder sind. (AG)

Digital vernetzen

Junge Erwachsene sind heute extrem mobil. Viele sind für oder nach Berufsausbildungen oder fürs Studium aus ihrer Heimat weggezogen und wohnen in einer neuen Umgebung. Damit ihr euch aber dennoch gut vernetzen könnt und eure Veranstaltungen gut unter die Leute mischt, solltet ihr auch mit ihnen in Kontakt stehen. Ob über social media, WhatsApp, Mail etc., ganz egal, es muss nur zu euch passen! Nichts ist bessere Werbung als Mundpropaganda, auch digital! 

Neben Pastor:innen können auch Jugendreferent:innen, ehrenamtliche Gemeindeleiter und Projektinitiatoren gute Vernetzer und Vermittler sein. Traut euch einfach die jungen Leute direkt anzusprechen!

(TY)

Werbung

Google, Facebook und Co sind nicht die sympathischsten Unternehmen unserer Zeit. Aber vielleicht kann man Sie nutzen um einzelne Veranstaltungen, wie einen Neuen-Abend zu bewerben. Einen Versuch ist es wert. Wenn es nicht funktioniert, kann man es immer noch wieder lassen. (AG)

E-Mail Verteiler

In der Kirchgemeinde einen Mailverteiler einrichten, und prominent auf der Webseite bewerben.

Am besten einen regelmäßigen Newsletter verschicken, und den Gottesdienst am Wochenende und was sonst noch so die Woche stattfindet ankündigen.

Vorteil: Man muss nicht auf das Gemeindeblatt warten. Und jede Woche kommt eine Erinnerung, was alles Tolles stattfindet.

Aber Achtung: Nicht jede Kommunikation ist gute Kommunikation. Zu viele Mails nerven schnell. Dann lieber 2 Verteiler, einen für den wöchentlichen Newsletter, und einen für alles andere. (AG)

Ansprechen

Von Zeit zu Zeit tauchen neue leute im Gottesdienst auf, die sonst nicht da sind. Einfach mal ansprechen. Vielleicht auch vor dem Gottesdienst. Und vielleicht einfach einladen da nach noch zu bleiben. (AG)

Neuzugezogene

Als ich neu in eine Stadt gezogen bin, kannte ich am Anfang niemanden oder nur sehr wenige Menschen. Es war super schwer Kontakt aufzubauen zu Menschen, die sich ein einer ähnlichen Lebensphase befinden, wie ich. Ich hätte es super gefunden, wenn damals jemand persönlichen Kontakt zu mir aufgenommen hätte um mich an die Hand zu nehmen. Persönlicher Kontaktaufbau kann für viele ein erster Anknüpfungspunkt sein. Auch kann zu einem Kennenlernabend eingeladen werden. (LF)

Nicht erst ab dem 80. Geburtstag persönlich gratulieren

Bei meinen Großeltern war es immer ein riesiges Highlight, wenn DER PASTOR ab dem 80. Geburtstag höchst persönlich zum Gratulieren vorbeikam und vielleicht für eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen blieb. Warum warten, bis die Menschen so alt sind? Wieso nicht schon einmal eher vorbeischauen, fragen wie es geht, wie der Start ins Studium klappt, wie die neuen Arbeitskolleg*innen sind, ob die Abnabelung vom Elternhaus ganz ok läuft oder ob es mittlerweile schon etwas mehr zu Essen als Nudeln mit Pesto gibt? 

Wenn dafür die Zeit zu knapp ist, wie wärs mit einer SCHÖNEN Geburtstagskarte? Die kann fürs ganze Jahr und alle Mitglieder vorgedruckt sein (und mehr Porto als die Spendenaufruf-Briefe kostet es auf keinen Fall!) (NK)